Gedanken: Alexandra – die Geschichte eines ungewöhnlichen Lebens

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Gedanken

Wie kann ein Menschenleben verstanden, anerkannt und angenommen werden, das nicht allein ungewöhnlich, sondern von außen betrachtet durch große Abhängigkeit, Leid und Not gekennzeichnet ist? Wie lässt sich damit Frieden schließen, dass dieses Dasein der allgemeinen Vorstellung von einem »gelungenen« Leben radikal entgegensteht?

Alexandras irdische Existenz fordert uns auf, die Wirklichkeit in anderer Form, als es dem herrschenden Verständnis entspricht, zu betrachten. Aus dem Erfahrenen, Bekannten und Erahnten muss eine neue Weltsicht aufgebaut werden. Eine Sicht, die nach Wahrheit und Sinn sucht und von ihnen weiß. Eine Sicht, die es unserem Denken und Fühlen erlaubt, in einem weiten Raum frei ihren Platz zu finden.

Alexandra verweist uns auf das Besondere des Menschsein. Jeder leistet seinen Beitrag zur Entwicklung der Welt, der Erde, der Menschheit. In uns findet diese Entwicklung Ausdruck, in unserem Leiden und in unserer Freude. Wir verletzen und wir heilen. Wir sollen uns in unser Einzigartigkeit anerkennen. Jeder Mensch erfüllt durch seine Existenz eine Aufgabe. Wir sollen den Sinn erkennen, so schwer das auch ist.

Noch vernimmt die Mutter ganz unbewusst die Gedanken ihres Kindes. Sie bestimmen in vielem ihr Handeln, aber sie ahnt dies mehr, als dass sie es weiß. Allerdings: Im Laufe des Zusammenlebens mit  Alexandra werden die Eltern immer mehr lernen, ihre Tochter ohne Worte zu verstehen.
Aus: Alexandra – die Geschichte eines ungewöhnlichen Lebens